Zwischen Moskau und Vladivostok, von Puschkin bis Sorokin, von den Reformen Peters des Großen, der Oktoberrevolution bis zum Zerfall der Sowjetunion – Russland ist weit mehr als kalte, schneereiche Winter und bunte Matrjoschka-Figuren. Mit dem Masterstudiengang Slavistik / Osteuropastudien, Schwerpunkt Russistik (M.A.) werden Sie Spezialist*in für Russland und Osteuropa in unterschiedlichen Bereichen. Gerade vor dem Hintergrund des russischen Überfalls auf die Ukraine, der die Länder in den Fokus des weltpolitischen Geschehens gerückt hat, können Ihre Einschätzungen und Analysen als Absolvent*in der Russistik von besonderer Bedeutung sein.

Im Studiengang befassen Sie sich kritisch-reflektiert mit der Sprache, Literatur, Geschichte, Politik und Kultur Russlands, sowie mit dessen vielfältigen historischen, sprachlichen und kulturellen Verknüpfungen vor allem mit den Nachbarländern des mittel- und osteuropäischen Raums. Hierfür arbeiten Sie häufig vergleichend, indem Sie die russische Sprache, Literatur und Kultur sowohl mit anderen slavischen als auch mit nicht-slavischen Sprach- und Kulturkreisen in Beziehung setzen.

Die historische Entwicklung der russischen Literatur sowie sprachliche Phänomene stehen dabei ebenso im Fokus wie die Anwendung moderner Literatur- und Kulturtheorien sowie linguistischer Verfahren auf aktuelle russische Themen.

Typische Fragestellungen, die Sie im Studium erwarten:

  • Welche Veränderungen hat das Russische erfahren bzw. durchläuft es derzeit?
  • Welche Besonderheiten prägen die russische Literatur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart und in welchen transnationalen Wechselbeziehungen hat sie sich entwickelt?
  • Wie wirkt sich die geographische und kulturelle Lage zwischen Europa und Asien auf das russische Selbstverständnis aus und wie artikuliert sich diese „Zwischenposition“ in der russischen Gesellschaft, Literatur und Sprache?
  • Welche sprachlichen Mittel werden verwendet, um fremde gegen eigene Standpunkte und Aussagen abzugrenzen?

Neben der wissenschaftlichen Ausbildung bauen Sie vielfältige Schlüsselqualifikationen weiter aus: Dazu gehören akademisches Schreiben, das Präsentieren und Diskutieren wissenschaftlicher Inhalte sowie selbständige Recherche- und Forschungsarbeiten. Sie vertiefen außerdem Ihre kulturellen Auslandskompetenzen und erweitern Ihre Medienkompetenz, was Ihnen wertvolle Hilfestellungen für spätere Berufstätigkeiten – auch außerhalb der Philologie – bietet.

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